400. Todesjahr von Tomás Luis de Victoria

 

 

 

 

VIDEO – Tomás Luis de Victoria

Freitag, 30. März 2012 um 06.00 Uhr, arte
Wiederholungen:
05.04.2012 um 06:00, arte
Tomás Luis de Victoria
(Großbritannien, 2011, 43mn)
ZDF
Regie: Jonathan Haswell
Darsteller: The Sixteen Dirigent: Harry Christophers

Das “Goldene Zeitalter” des 16. Jahrhunderts war in Spanien eine turbulente Epoche zwischen Heldentum und katholischem Mystizismus, die Zeit der Konquistadoren und der Inquisition. In dieser Welt des Aufruhrs entsteht außergewöhnliche Musik: vergeistigt, bewegend, erhaben. Geschrieben wird sie von einem tiefgläubigen Priester und Musiker: Tomás Luis de Victoria, dem bedeutendsten Komponisten der spanischen Renaissance. Anlässlich seines 400. Todesjahres präsentiert das britische Vokalensemble “The Sixteen” unter der Leitung von Harry Christophers eine Auswahl von Victorias Werken.

Er ist der bedeutendste Komponist der spanischen Renaissance: Tomás Luis de Victoria. Anlässlich seines 400. Todesjahres präsentiert das britische Vokalensemble “The Sixteen” unter der Leitung von Harry Christophers eine Auswahl von Victorias Werken. Das Ensemble ist dem Klangideal der Renaissance verpflichtet: Damals war in der Kirchenmusik nur Männern und Knaben die Mitwirkung gestattet. Deshalb wählt Harry Christophers für sein Ensemble Frauenstimmen, die dem Klang der Chorknaben möglichst nahe kommen: glockenrein schwebende Töne ohne forciertes Vibrato. Schauplatz ist die Kirche von San Antonio de los Alemanes, ein barockes Juwel im Herzen von Madrid. Erbaut zur Zeit Victorias bietet die Kirche die ideale Akustik für die Klänge des Meisters der Vokalpolyphonie. Kurze dokumentarische Elemente geben zusätzlich Einblicke in das historische Umfeld und die faszinierende Biografie Victorias.

Geboren wurde Tomás Luis de Victoria 1548 in Ávila, in der zentralspanischen Sierra nordwestlich von Madrid. Heute ist die Stadt mit ihrer mittelalterlichen Wehrmauer Weltkulturerbe der UNESCO. Victorias Vater starb, als er neun Jahre alt war; ein Jahr später wurde der Junge in den Chor der Kathedrale aufgenommen – damals ein Zentrum der geistigen Erneuerung und des Mystizismus. Hier lernte er die Grundlagen der Musik, Singen und Orgelspiel.
Auf Empfehlung der Teresa von Ávila und ausgestattet mit einer wahrlich königlichen Förderung durch den spanischen Monarchen Philipp II. kam der 17-jährige Victoria nach Rom – das kulturelle Zentrum Europas im 16. Jahrhundert. Er studierte am Jesuitenkolleg und erhielt vermutlich auch Unterricht durch den damaligen “Fürsten der Musik”, Giovanni Pierluigi da Palestrina.
1585 kehrte Victoria nach Spanien zurück. Er gab seine erfolgreiche Karriere in Rom auf, schlug auch lukrative Angebote der großen Kathedralen von Saragossa und Sevilla ab und trat in die Dienste des spanischen Königs Philipp II. Als sich Philipps Schwester Maria nach dem Tod ihres Gatten Maximilian in den Konvent des Klosters Las Descalzas Reales zurückzog, ging Victoria mit ihr. Das letzte Vierteljahrhundert seines Lebens arbeitete er in dem kleinen Kloster als Kaplan und widmete sein Leben der Musik und dem Gottesdienst – wenn auch regelmäßig die Elite Madrids dorthin kam, um seine Musik zu hören. Als Maria starb, sicherte sie Victorias Zukunft mit einer stattlichen Pension – und wünschte sich, in seiner Kapelle begraben zu werden, um noch im Tod seiner Musik lauschen zu können.

SENDUNG ANSEHEN: http://videos.arte.tv/de/videos/tomas_luis_de_victoria-6543110.html

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“music is not only to be listened – music it is able to connect people” Venite-austria wants to realise music-social compositons for special projects and will document them.
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